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Bilder Eduardo Villanueva vom Workshop im August 2016

Die Künstlerhäuser Worpswede e.V. errichteten 1972 am Rande des Teufelsmoores die Martin Kausche-Ateliers als erste deutsche, ländliche Förderstätte für die bildenden Künste, Literatur und Musik. Über 400 internationale Stipendiaten waren bis 2010 dort zu Gast. In den letzten Jahren ist der Verein, einer Initiative des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) folgend, eine Phase der Aktualisierung durchlaufen und hat sich als eine Projekt-basierte und programmatische Förderstätte neu aufgestellt.

Heute sind neben den Einzelkünstlern zunehmend Künstler-Gruppen und Akademie-Zusammenhänge zu Besuch in den Martin Kausche-Ateliers. Für diese Aufenthalte wird nun in Ergänzung zu der bestehenden Atelier-Architektur ein Gruppen-Forum an diesem Standort notwendig, dass bis zu 20 Künstlern optimale räumliche Arbeitsbedingungen zum Entwickeln gemeinsamer Projekte bereitstellt. Ein Plenum und Multifunktionsraum, der sowohl den Ansprüchen von Gesprächsworkshops genügt, wie als Probebühne sich bewegender Körper und als temporärer Ausstellungsraum dienen kann. Eine Architektur, die sich nach Aussen transparent zeigt, aber gleichermaßen nach innen geschütztes Arbeiten ermöglicht. Ein baulicher Entwurf, der den Bestand aufnimmt und optimiert, der sich der ihr umgebenen Landschaft unterwirft und zugleich ein markantes Zeichen an seine Umgebung setzt.

Für die Ermittlung dieser Struktur bis zum fertigen Planungsentwurf werden die Künstlerhäuser Worpswede e.V. nun mit dem Berliner Architekten Alexander Römer und dem von ihm gegründeten Kollektiv Constructlab zusammenarbeiten. Constructlab hat in den vergangenen Jahren europaweit eine Vielzahl an temporären und dauerhaften Architekturprojekten durchgeführt, wie u.a. im Rahmen des Darmstädter Architektursommers, des "Museum of Arte Util" am Van Abbemuseum in Eindhoven, des "Teatro del Mare" am Lungomare in Bozen und das "Parck Design Festival 2016" .

Ähnlich wie in diesen Referenzprojekten wird im August 2016 ein temporäres Bauwerk auf dem angrenzenden Grundstück der Martin Kausche-Ateliers errichtet. Ein kollektiver Arbeits- und Präsentationsraum - ein Prototyp, der sich den unterschiedlichen Anforderungen des Programms der Künstlerhäuser Worpswede von 2016 bis 2018 anpassen kann.

Das Bauwerk wird von Freiwilligen und Teilnehmern an einem Sommerworkshop unter Anleitung von Fachkräften im Selbstbau errichtet. Der Bau ist in Leichtbauweise, das Tragwerk ist aus Holz. Die Ausstattung und Bespielmöglichkeiten sind sehr flexibel. Auf diese Weise werden sich die Produktionsmöglichkeiten der Martin Kausche-Ateliers vervielfachen und kommende Projekte können sich einer interessierten Öffentlichkeit in Worpswede öffnen. So entstehen Bilder, ein entsprechender Bedarf an so einer dauerhaften Produktionsstätte wird belegt, kann in Worpswede diskutiert und Möglichkeiten der Finanzierung erarbeitet werden.

Darüber hinaus wird dieser Praxis-check am 1:1-Modell konkrete Erfahrungen bilden, von wem und wie ein solches Gruppenforum genutzt wird. An der UdK Berlin/Prof. Dr. Norbert Palz (Studiengang Architektur, Fachgebiet Digitales und Experimentelles Entwerfen) werden parallel Planungsentwürfe für eine endgültige bauliche Lösung entworfen.

images by Eduardo Villanueva of the workshop in august 2016

Established in 1972 on the border of the “Teufelsmoor,” the Künstlerhäuser Worpswede were the first German residency program devoted to advancing visual art, literature, and music. By 2010, more than four hundred international stipendiaries had passed through its halls. In the past few years, the association has updated its program—following an initiative of the Ministry of Science and Culture of Lower Saxony—to become a project-based site of cultural development.

Funded generously by the VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland

Today, in addition to individual artists, visits by artist groups and student cohorts have become more frequent at the Martin Kausche Studios. These visits make it necessary to supplement the existing studio architecture with a group forum capable of providing the necessary space for up to twenty artists to work on collective projects. A multi-function meeting room suitable for discussions and lectures as well as dance rehearsals and temporary exhibitions. An architecture that appears transparent from the outside but also allows for private working space inside. A construction plan that expands and optimizes the property, that harmonizes with the surrounding landscape while at the same time serving as a recognizable emblem for the area.

For the completion of this structure, the Künstlerhäuser Worpswede will work together with the Berlin architects Alexander Römer and the collective of which he is also the founder, Constructlab. In the past few years, Constructlab has complete numerous architectural projects, temporary as well as permanent, across Europe, including the “Museum of Arte Util” at the Van Abbemuseum in Eindhoven, the “Teatro del Mare” at Lungomare in Bolzano, a project in connection with the Darmstädter Architektursommer, and soon another as part of the Parck Design Festival 2016.

As with the aforementioned projects, the strcutre concerned will be temporary and will be installed on the land adjacent to the Martin Kausche Studios in August 2016. A collective space for work and exhibition—a prototype that can be adapted to the various requirements of the Künstlerhäuser Worpswede’s program from 2016 to 2018. The building will be erected by volunteers and participants in a summer workshop led by experts in DIY construction. The building is a lightweight construction with a wooden frame. The possible configurations and orientations of the structure are very flexible. This will multiply the productive possibilities of the Martin Kausch Studios and allow future projects to be exhibited for an interested public. The space will also help to visualize a permanent facility that would correspond to the same needs; such a project can be discussed in Worpswede, along with possibilities of financial support thereof.

Furthermore, and in a direct, 1:1 ratio, these concrete experiences will help to decide how such a communal space should be used and by whom. The class of Dr. Norbert Palz of the Universität der Künste Berlin (Architecture Faculty, Program in Digital and Experimental Design) will further develop an eventual plan for a permanent structure.



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Foto: Henning Hasselberg
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LANDSCHAFT IST OHNE HAUS NICHT DENKBAR (Artwork by Thomas Baldischwyler)

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