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RADIO SONNE – SENDER SUMPF

2015

Mobirise
22 internationale Künstler_innen des Piet Zwart Institute Master of Fine Arts waren in den Künstlerhäusern Worpswede zu Gast. PZI MFAs Studienleiter Bernd Krauß und die PZI MFA Lehrgangsdirektorin Vivian Sky Rehberg leiteten die Künstler_innen durch die physische und kulturelle Landschaft der Ortschaft und des Teufelsmoors. Während ihrer Exkursion beschäftigten sich die Künstler_innen mit Forschungsprojekten und Bildungsprogrammen, die im Zusammenhang mit zwei von ihnen organisierten, thematischen Projekten des MFA standen. Ihr Aufenthalt fand am 1. Mai, 2015 in einem kollektiven, eigenständig geleiteten Unterfangen mit einer öffentlichen Präsentation seinen Abschluss.

RADIO SONNE/SENDER SUMPF:
ein von Bernd Krauß geleitetes, thematisches Projekt
RADIO Sonne!/Sender Sumpf entsteht aus den Erfahrungen und Ergebnissen von Radio Sonne!, einer Bildungsreise, die von PZI MFA Künstler_innen im Herbst 2014 unternommen wurde. Die Kunst-veteran_innen dieser vorhergegangenen Reise ins Herz der Fränkischen Schweiz werden sich für ihre Kolleg_innen eine Reihe von Aktivitäten ausdenken um sich gemeinschaftlich mit der Landschaft des Teufelsmoors vertraut zu machen. Durch den Einsatz von Methoden und Strategien der territorialen Erkundung wird diese selbstorganisierte Reisegesellschaft durch die Umgebung streifen, hier dem gegenwärtigen begegnen (vielleicht sogar George Clooney antreffen), und dabei diese Lern- und Sendeveranstaltung von RADIO Sonne! in Sender Sumpf umformen.

Geschichte zerfällt zu Bildern, nicht zu Geschichten
ein thematisches Seminar von Vivian Sky Rehberg

Die temporalen Dynamiken der Moderne und die Mehrzahl der sie begleitenden Gesellschafts- und Kulturformen, wurden unverwandt auf die Zukunft ausgerichtet und hielten eine komplexe und problematische Verbindung zur Tradition und deren Suche nach dem „Neuen“ aufrecht. Nach dem Ende der Massenutopien kennen die derzeitigen Kräfteverhältnisse unserer Zeit keine solchen Zukunftsvisionen mehr. Ganz im Gegenteil. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit ist ein wesentlicher Bestandteil heutiger Kulturformen, inklusive derer, die in der Kunst zirkulieren. Künstler_innen wie Kuratior_innen verwerten Archivdokumente und dokumentarisches Material, besuchen erinnerungsträchtige Orte, lassen (häufig moderne oder konzeptuelle) Kunstpraktiken und Ausstellungen wieder aufleben und wiederholen vergangene Ereignisse oder zeichnen sie auf. Für die Seminarveranstaltung in Worpswede mit dem Titel: Über den Historismus, oder „die Tradition aller toten Generationen lastet wie ein Albtraum auf den Hirnen der Lebenden“, werden die Künstler_innen kunsthistorische Recherchen in der Künstlerkolonie Worpswede betreiben und im Teufelsmoor Felduntersuchungen durchführen; beides als Fallstudien für das Durchdenken von historischer (Selbst-) Repräsentation und beharrlicher, künstlerischer Traditionen. Unsere gemeinsame Frage dabei lautet: welchen Wert hat die Vergangenheit für die Gegenwart und welchen Wert kann sie haben? 
During their residency, the artists were engaged in pedagogical and research programs related to two MFA thematic projects organized by Krauß and Rehberg, described below, and their stay will culminate in a self-directed collective endeavor, offered to their surroundings, on May 1, 2015:

RADIO SONNE/SENDER SUMPF
a thematic project led by Bernd Krauß

RADIO Sonne!/Sender Sumpf emerges from the experiences and outcomes of RADIO Sonne!, an educational journey taken by PZI MFA artists in fall 2014. The artist veterans of that previous trip into the heartland of the Fränkische Schweiz will devise a range of activities for their peers so as to collectively familiarize themselves with the landscape of the Teuflesmoor. Employing methods and strategies of territorial research, this self-directed travelling society will rove through the surroundings, encounter the contemporary (and perhaps even run into George Clooney), as they transform this learning and broadcasting session from RADIO Sonne! into Sender Sumpf.

History decays into images, not into stories
a thematic seminar led by Vivian Sky Rehberg

The temporal dynamics of modernity and the majority of its accompanying social and cultural forms were steadfastly geared toward the future and maintained a complex and problematical relationship to tradition in their quest for the “new”. With the passing of mass utopias, the temporal dynamics of our contemporaneity share no such vision of the future. On the contrary, engagement with the past is a significant feature of contemporary cultural forms, including those circulating in the art world. Artists and curators alike recycle archival documents or documentary footage, revisit historic or commemorative sites, revive past (frequently modernist or conceptual) art practices and exhibitions, and record or re-enact past events. For the Worpswede seminar sessions, titled On Historicism, or ‘the tradition of all dead generations weighs like a nightmare of the brains of the living,’ the artists will conduct art historical research into the Worpswede Artists Colony, and field work into the region of the Teuflesmoor, as a case study for thinking through questions of historicism, historical (self-) representation and the persistence artistic traditions. Our common question is what value does (and can) the past hold for the present? 

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