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Rosaroter Elefant
Evita Emersleben und
Diana Scheuering 

Ausstellungseröffung:
21/07/18 um 14:00 Uhr

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Für unseren „Ausnahmezustand“, genauer die 11. Ausstellung im Projektraum „Eichenhof“, wird ein „Rosaroter Elefant“ von den Künstlerinnen Evita Emersleben und Diana Scheuering angekündigt.

Moment, ein rosaroter Elefant? In der Filmwelt verwandelte sich doch ein rosaroter Panther vom übergroßen, wertvollen und heißbegehrten Diamanten zum frechen, etwas tollpatschigen, aber liebevollen pinken Panther. Diese Verwandlung und Akzentverschiebung greifen die beiden Künstlerinnen Evita Emersleben und Diana Scheuering aus Bremen titelgebend für ihre Mitwirkung am „Ausnahmezustand“ der Künstlerhäuser Worpswede auf und irritieren mit der Ankündigung eines „Rosaroten Elefanten“. Das Umgehen des Vorhersehbarens, die Aufbrechung des Alltags schwebt thematisch über ihrer Ausstellung im temporären Projektraum „Eichenhof“.


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Evita Emersleben, “Rosaroter Elefant”, 2018, Installationsansicht Projektraum “Eichenhof”, Foto: Stefan Ringeling

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In den Arbeiten der beiden Künstlerinnen gibt es manchmal etwas zu schmunzeln. Zu spüren ist eine kraftvolle, gelegentlich rohe und tiefe Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen der Kunst und des Lebens. Die beiden Künstlerinnen geben keine Antwort auf der Suche nach und bei Erscheinung des rosaroten Elefantens. Sie zeigen mehr die Art wie sie mit diesen Fragen und diesen Phänomenen umgehen. Ihre Arbeiten schlagen bisweilen auf den Magen. Mal gefährlich scharf, mal leicht. Evita Emersleben konzentriert sich auf Performance und Malerei. Häufig ist sie selbst Akteurin und greift Alltagsthemen und -begebenheiten in ihren raumgreifenden Aktionen auf. Diana Scheuering arbeitet stärker flächengebunden mit Zeichnungen.
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Das Besondere: Die Ausstellung „Rosaroter Elefant“ wird an jedem Öffnungstag von einer performativen Aktion von Evita Emersleben begleitet.

Öffnungszeiten:

Sa, 21.7.2018 / So, 22.7.2018, jeweils 14 – 18 Uhr,
Sa, 28.7.2018 / So, 29.7.2018, jeweils 14 – 18 Uhr

Eintritt frei

Projektraum „Eichenhof“
Ostendorfer Str. 13, 27726 Worpswede
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Neben den Zeichnungen und Malereien von Diana Scheuering mit ihren beklemmenden Variantionen von langen Spinnenbeinen, die sie mit Tusche, Filzstift und Ölfarbe aufs Blatt oder die Leinwand bringt oder in die frische Farbe hineinrizt, bestimmen installative Arrangements die Ausstellung “Rosaroter Elefant” im Projektraum “Eichenhof”. Den “Ausnahmezustand” hat Evita Emersleben wörtlich genommen. An jedem Öffnungstag der Ausstellung setzt sie eine andere Performance um. Vor und nach den Aktionen sind ihre installativen Arrangements im Raum zu sehen.
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Nach der Eröffnung der Ausstellung mit einer Einführung durch Claudia Christoffel aus Bremen wurde die Performance “Söhnkäppchen” aufgeführt.

Dafür mischte Evita Emersleben zwei Sektsorten in einem bestimmten Mischungsverhältnis in einem Messbecher zusammen. Genauer gesagt: 2/3 Söhnlein Brilliant auf 1/3 Rotkäppchen Sekt. Den so erzeugten Cuvée, den Verschnitt zweier Sektsorten, ihren “Söhnkäpchen” schenkte sie dann an die Besucher aus.

Spielerisch und humorvoll kommentiert Evita Emerslebens Performance die Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland. Indem sie nicht nur Sekt aus den alten mit Sekt aus den neuen Bundesländern mischt, sondern auch die Anteile prozentual zur Flächen an der Bundesrepublik Deutschland mitbedenkt. Ihre Einheit, ihr Cuvée regt Diskussionen an. Die Erstaufführung der Performance fand während der Ausstellung “Zum freundlichen Nachbar” in dem Kunst- und Kulturverein Schule 21 in Bremen zum 25. Jubiläums des Mauerfalls statt.

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Am zweiten Tag, am Sonntag, 22.7.2018, öffnet um 14 Uhr die Fleischerei Evita Emersleben. Mit “Geschnitten oder am Stück?” agiert die Künstlerin als Fleischereifachverkäuferin und bietet ihre Zeichnungen von Fleisch- und Fischstücken zu 130 Cent pro Gramm an. Die titelgebende Frage wird dem Kunden gestellt. Beantwortet er diese mit geschnitten, erhält er seine Ware, also die Zeichnung geschreddert, oder aber im Stück, dann wird sie in einer Frischhaltefolie verpackt.

Damit hinterfragt Evita Emersleben nicht nur den Wert von Kunst und den Sinn und Zweck des Kunstmarktes, der einer Fleischbeschau ähnlich scheint, sondern auch das Konsumverhalten. Schließlich heißt es doch an der Theke häufig: Darf’s ein bisschen mehr sein?

Auch am zweiten Ausstellungswochenende wird die Künstlerin Performances zeigen. Sie beginnen jeweils mit der Öffnung der Ausstellung um 14 Uhr.

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Bergstraße 1
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Vor den Pferdeweiden 16-18
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